Aus dem Tourentagebuch von Elias!

Dieses Mal: Klettern im Königshainer Granit

Dieses Mal möchte ich Euch von meiner Kletterfahrt nach Königshain berichten. Aufgrund der Rückmeldungen zu meinen vorherigen Berichten werde ich diesmal nicht so doll auf die Essensangelegenheiten eingehen.

Das Abenteuer begann für mich bereits in Falkensee. Ich musste alleine mit Zug und S-Bahn nach Lichtenberg fahren, um zu Papa auf die Arbeit zu kommen. Wir luden noch den Tom ein und dann ging es nach Görlitz, wo wir Jens und Ronny trafen. Am nächsten Morgen fuhren wir nach Königshain um dann ein paar Minuten zu Fuß zu gehen, um in den Steinbruch Paradies zu kommen.

Als wir ankamen fing Papa an, einen Kaffee zu kochen während ich sofort das Bouldern anfing. Als der Rest der Truppe dann auch endlich in der Lage war, zu klettern, ging es los. Als erstes bin ich den Alten Weg im Vorstieg (III) geklettert. Am Anfang dachte ich mir noch, dass das auch gut in Turnschuhen gehen müsste, aber einer bestimmten Höhe waren die Schuhe untauglich und ich habe mir meine Kletterschuhe hoch werfen lassen. Ging gleich viel besser! Außerdem bin ich noch die Damentour (V) im Vorstieg geklettert. Die anderen Touren, die Verschneidung (V) und die Delikatesse (VIIc) bin ich nur noch im Toprope geklettert. Und die Delikatesse war echt fies. Mit der Hilfe von anderen Routen, zu den ich mich hin schwingen konnte, kam ich hier zwar hoch, aber es war eine Quälerei. Ich bin manchmal einfach noch zu klein. Erwähnenswert ist noch, dass man zum Alten Weg ganz bequem von der Seite über die Bänder kommen konnte. Papa fand das nicht sehr lustig, dass er komplett eingebunden am Klettern war, während ich einfach so in Turnschuhen neben ihm stand. Gab Mecker…

Abends waren wir in Görlitz und kurz in Polen, wo es allen schmeckte, nur mir nicht so richtig.

Sonntag: Wir fuhren wieder nach Königshain. Dieses Mal nicht in den Steinbruch, sondern an die Teekanne, oder war es die Kaffeekanne? Keine Ahnung. Hier kletterte Tom im Vorstieg und wir machten den Nachstieg mit anschließendem Abseilen. Die erste war für mich schwer weil ich so klein bin. Ich schaffte sie trotzdem. Die zweite war leichter. Mann musste die Kamintaktik anwenden.

Abgeschlossen hatten wir den Tag mit dem Besuch des Granitabbaumuseums mit Führung durch den Steinbruch. War sehr interessant. Ist zu empfehlen. Außerdem konnte man dort mal selber auf Granit klopfen. Im Anschluss ging es wieder zurück nach Berlin.

Danke an Tom für die Organisation und danke auch an die anderen Kletterer. Ich komme beim nächsten mal gerne wieder mit wenn ich darf.

Euer Elias

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